Heimatliche Gefühle in Lausanne

Schulreise der 3. Sek b im Frühling 2007


Am 14.05.07 hatten wir uns um 8.20 Uhr bei der Ausweiche versammelt. Für manche war das vieeel zu früh (schnarch).
Zuerst mussten wir 1 Std. nach Bern fahren. Ein paar von uns haben weiter geschlafen. Die anderen haben sich über jegliche Sachen unterhalten und gelacht. In Bern mussten wir umsteigen nach Lausanne. Jetzt hiess es nochmals 1 Std. lang im Zug sitzen und „hängen“.
Endlich in Lausanne angekommen, haben wir zuerst unser Gepäck deponiert, danach haben wir einen Stadtrundgang (eine Art Postenlauf als Einstieg ins Projekt „Heimat“) gemacht in 4er Gruppen. Wir - also Mischa, Sandro, Natascha und Ivana hatten die schwierigste Route gewählt. Am Bahnhof haben wir ENDLICH eine Deutsch sprechende Person gefunden. Die hatte uns jedoch etwas völlig Falsches angegeben und wir sind genau auf der anderen Seite unserer Route gelandet. Und jetzt?? Zuerst wollten wir aufgeben. Plötzlich sind unsere Lehrer vor uns gestanden. Diese haben uns dann auf den richtigen Weg geschickt. Nach etwa 1 Std. hatten wir es endlich geschafft, wir waren im tiefen Wald und haben uns zu Tode gelacht.
Wir trafen einen Mann, der uns sagte, wir müssten nach rechts gehen, hatte jedoch die linke Hand ausgestreckt. So waren wir wieder am Anfang!! Doch - siehe da, unser gesuchter Turm stand plötzlich vor uns. Die ersten Fotos wurden gemacht für unser Projekt „Heimat“, in welchem wir uns die Frage stellten, was macht es aus, damit wir uns heimisch, wohl fühlen..und das in einer fremden Stadt mit einer fremden Sprache..
Nun waren wir praktisch fertig. Jetzt mussten wir noch Kartenlesen, um den Weg zurück in die Altstadt zu finden. Nach 1 1/2 Std. hatten wir es geschafft.

Zurück am Bahnhof, sind wir mit der ganzen Klasse in unsere Jugi marschiert. Plötzlich fing es an zu regnen. Und zwar richtig stark. Natascha hatte zum Glück ihren „super Coop-Regenmantel“ dabei.

Herr Bauer hatte sie deshalb die ganze Zeit geneckt. In der Jugi angekommen, waren wir kaputt und wir fühlten uns wie in einem Hallenbad, unsere Sachen waren so nass.
Nur die von Natascha nicht, da sie ja einen „super Regenmantel“ bei sich hatte. Wir bekamen unsere Zimmer und zogen uns den Trainer an. Um halb acht versammelten wir uns vor dem Essraum. Danach machten wir Spiele und hatten zusammen Spass. Unsere nassen Klamotten wurden zum Glück in einem Tumbler getrocknet.

 

Jetzt durften wir uns frei bewegen und hatten jede Menge Spass dabei. Ivana und ich trafen einen Jungen, der super Französisch sprach und unsere Lehrerin forderte uns auf, uns mit ihm zu unterhalten. Das versuchten wir…..gelang uns aber nicht perfekt, da der Junge kein Wort Deutsch sprach und wir es auf Französisch VERSUCHTEN.
Um 10 Uhr musste Nachtruhe sein, so sagten es uns die Lehrer…aber es wäre ja gelacht, wenn alles so reibungslos ablaufen würde, nicht?!
Ivana und ich schlichen uns zum anderen Mädchenzimmer; dort haben wir sehr laut gelacht, bis plötzlich Ivana anfing zu schreien:“ Herr Bauer, Herr Bauer, Herr Bauer…..“ Sie rannte zurück in unser Zimmer; als ich aus dem Zimmer wollte und auch in mein eigenes Zimmer rannte, stand Herr Bauer plötzlich vor mir!!! Er machte:“ Ahahahah, was machsch du do?“
Ich antwortete: „Ich han nor welle es Nastüechli hole, heheheh.“ Er erwiderte: „Jetzt aber ab is Bett!“.
Wir verschwanden im Zimmer und kamen nicht mehr heraus. So konnten wir unseren vorgesehenen Plan LEIDER nicht durchführen.


Am nächsten Tag war überraschend schönes Wetter. Nach dem Frühstücken packten wir unsere Sachen zusammen, da wir die Jugi schon bald verlassen mussten. Zunächst statteten wir dem Olympischen Museum einen Besuch ab.

Wieder zurück am Bahnhof, mussten wir in Zweier-Gruppen die vorbereiteten Umfragen absolvieren. Das machte Spass, fanden wir doch heraus, dass wir uns tatsächlich auf Französisch verständigen konnten!


Danach marschierten wir zum Zug und fuhren gemütlich nach Hause…während dem Nach-Hause-Fahren machten wir Spiele bis zum Umfallen. Wir waren alle todmüde und freuten uns auf unser Bett. Ivana und ich - wie auch alle andern - genossen diese Schulreise sehr, wir wollten gar nicht mehr nach Hause, weil es uns in Lausanne so gut gefallen hat!! Wir fühlten uns dort wie in unserer Heimat.


Ivana, Natascha 3. Sek b